Ich weiß, das machen viele so und es ist ja völlig in Ordnung, aber es regt mich auf: „Ich hätte gerne einen Burger, aber ohne Gurke, Zwiebeln und Tomate“, oder einen Döner „aber ohne Soße und Salat, nur Kraut“. Ich frage mich da: Warum wollen sie dann einen Burger essen? Warum gehen sie zum Türken? Wenn sie eine Frikadelle auf Brot wollen, sollen sie doch zu ihren Deutschland-Imbiss gehen, da gibt es sicher keine Diskussionen über die Darreichungsform der angebotenen Speisen.
Zudem finde ich diese Animositäten gegenüber Essen einfach kindisch. Lieblingsessen? „Pommes!“ Salat? „Ihhh.“ Was soll das? Sicher schmecken manche Sachen besser als andere, aber die hier in Europa auf und an der Straße erhältlichen Gerichte sind doch wohl wirklich mehr als massentauglich. Wie kann man keinen Salat mögen? Dass Leber nicht jedermanns Fall ist, na gut. Verständlich. Schnecken mag zB. ich nicht. Dass Vegetarier Fleisch generell meiden; es sei ihnen gegönnt. Aber Menschen die keinen Käse essen? Aus Prinzip? Ja, als Kind will man das Wurstbrot haben, nicht das mit dem Stinkekäse. Aber es ist einer der wichtigen Schritte zum erwachsen werden, Käse zu mögen. Irgendwann will man doch nicht mehr die Gesichtslyoner essen, sondern Opas Harzer, einfach um schlagartig das Kinderalter zu verlassen, das Alter zu verlassen, in dem extra Sachen gekauft werden, die auch „der Kleine“ essen „kann“. Wenn meine Kinder mit sechzehn Jahren Bier trinken wollen, aber keinen Stinkekäse essen, kriegen sie was zu hören!
Eine Liste von Dingen, die Leute aus meinem Umfeld nicht essen:
Käse
Quark
Fisch
(allgemein, allerhöchstens mal Fischstäbchen)
Kalb
(das Rind gerne!)
Tomaten
Zwiebeln
Schnittlauch
Äpfel
Rosenkohl
Blumenkohl
Broccoli
Lauch…
…to be continued
Nachträge:
Müsli

