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Sep
08

Kleine Sünden…

…bestraft der liebe Gott sofort. Bei kleinen Jugendsünden lässt er sich offenbar manchmal etwas mehr Zeit. So bekam ich die Tage einen gelben Brief: Nach über vier Jahren führt eine nächtliche Verhaftung wegen „des Aufbringens von Farbschmierereien“ nun doch noch zur Verhandlung vor dem Amtsgericht.

Ich sitze also heute Morgen, im bürgerlichen Leben mehr oder weniger arriviert, bei meinem Anwalt, der sich ein Grinsen nicht verkneifen kann als ich ihm die missliche Lage schildere. Ich präsentiere ihm meinen gut sortierten Ordner mit den Unterlagen die ich zu diesem (abgeschlossenen) Kapitel besitze und weiche peinlich berührt den hämischen Fragen nach der Bedeutung der gesprühten „Kürzel“ aus. Meinen „Mitangeklagten“ wird es nach dieser langen, ereignisreichen Zeit nicht anders ergehen. Wie dem auch sei, ich hoffe das Beste doch befürchte das Schlimmste. Der Prozess wird auf jeden Fall ein kafkaeskes Potential haben.


2 Antworten zu „Kleine Sünden…“


  1. 9. Januar 2009 um 10:52

    Der Name der Kategorie „Ich und Deutschland“ ist geradezu prädestiniert für die Sprüherei. „Ich und Deutschland Hand in Hand, spazieren für das Vaterland“ z. B., das würde mir an einer Wand gefallen!


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